Als Kinder finden wir leicht Freunde. Wir sehen jeden Tag dieselben Menschen in der Schule. Für Erwachsene ist es oft viel schwerer. Wir sind mit Arbeit und Familie beschäftigt, und manchmal ziehen wir in eine neue Stadt. Die gute Nachricht: Die Wissenschaft kann helfen.
Freundschaft braucht Zeit
2018 hat Jeffrey Hall, ein Professor an der University of Kansas, untersucht, wie Menschen Freunde werden. Sein Ergebnis: Du brauchst etwa 50 Stunden zusammen, damit aus einem Bekannten ein lockerer Freund wird. Für eine echte Freundschaft brauchst du etwa 90 Stunden, und für eine enge Freundschaft mehr als 200 Stunden. Also sei geduldig!
Triff oft dieselben Menschen
Freundschaft wächst, wenn wir dieselben Menschen immer wieder sehen. Probier also etwas Regelmäßiges aus: eine Sportmannschaft, einen Sprachkurs, einen Chor oder einen Spieleabend jede Woche. Und denk daran: Stunden bei der Arbeit zählen weniger als gemeinsame Freizeit, also zusammen reden, Witze machen und Spaß haben.
Die Leute mögen dich mehr, als du denkst
Nach einem ersten Gespräch machen sich viele von uns Sorgen: „Mag mich die andere Person?“ Wissenschaftler nennen diese Sorge die „Sympathielücke“ (auf Englisch „liking gap“). Studien zeigen: Die Leute mögen uns meistens mehr, als wir denken. Hab also keine Angst, mit neuen Leuten zu reden.
Lade selbst ein
Viele Menschen warten darauf, dass andere sie anrufen. Warte nicht! Lade jemanden auf einen Kaffee oder zu einem Spaziergang ein. Wenn die Person Nein sagt, versuch es ein anderes Mal wieder. Die meisten Menschen freuen sich über eine Einladung.
Wenn man erwachsen ist, braucht man für neue Freunde Zeit und ein bisschen Mut. Aber ein guter Freund ist jede Stunde wert.